Studie hat die Auswirkungen der Einführung von sofortigen Zahlungen (Instant Payments) in Deutschland und Europa untersucht

Instant Payments werden die Zahlungsverkehrslandschaft in den nächsten Jahren tiefgreifend verändern. In einer Befragung hat ibi research an der Universität Regensburg zusammen mit der van den Berg AG und der ING-DiBa AG ermittelt, welche Auswirkungen Instant Payments auf den Zahlungsverkehr deutscher Unternehmen, Behörden, Vereine sowie Privatpersonen haben können und welche Wünsche diese Gruppen an ein Instant-Payment-Verfahren stellen. Die Ergebnisse sind nun im Rahmen einer Studie veröffentlicht worden.

Die Frage, ob Instant Payments – sichere Zahlungen rund um die Uhr – kommen werden, stellt sich schon lange nicht mehr. Die schnelle Variante des modernen Zahlungsverkehrs soll Ende 2017 am Start sein. Soweit die Theorie. In der Praxis indes sind bis zur Marktreife von Instant-Payment-Lösungen noch einige Hürden zu nehmen.

Eine der wichtigsten Fragen dazu ist: Wer braucht Instant Payments eigentlich wirklich und wozu? Und: Wie holt man den Endkunden mit ins Boot? Denn der Kunde ist Dreh- und Angelpunkt bei der Akzeptanz neuer Zahlungssysteme. Ihm muss man den Nutzen neuer Systeme klarmachen. Aus diesem Grund wurde in der Befragung von ibi research analysiert, welche Auswirkungen die derzeitigen Entwicklungen auf den Zahlungsverkehr deutscher Unternehmen, Behörden, Vereine sowie Privatpersonen haben werden. Die Befragung wurde von der ING-DiBa AG (www.ing-diba.de) und der van den Berg AG (www.vdb.de) unterstützt.

Hans-Rainer van den Berg von der van den Berg AG verspricht sich von Instant Payments viel Potenzial. „Wenn es gelingt, durch Standards sicherzustellen, dass man mit einer App überall bezahlen kann, dann werden Instant Payments die Anwendung sein, die dem mobilen Bezahlen zum Durchbruch verhilft. Instant Payments zeichnen sich durch eine kurze Prozesskette aus, Intermediäre werden nicht benötig. Deshalb können Instant Payments wesentlich preiswerter produziert werden als andere Bezahlverfahren, wie z.B. die Kartenzahlungen.“

Horst Hacheneier von der ING-DiBa fasst die Ergebnisse der Studie zusammen: „Die Kunden haben durchaus Bedarf an einem Instant-Bezahlverfahren mit einer unmittelbaren Verfügungsmöglichkeit. Instant Payments hat das Potential zum Standard-Zahlungsinstrument des neuen digitalen Zeitalters zu werden.“

Auf die Frage, bis wann man mit Instant Payments im Euroraum bezahlen können wird, schätzen die Befragten, dass dies zuerst 2018 im Online-Banking als Ergänzung zur „normalen“ Überweisung der Fall sein wird. Der Einsatz von Instant Payments im stationären Laden wird dagegen erst in einigen Jahren folgen.

Dies sind nur einige der aufschlussreichen Ergebnisse der Studie. Die vollständige Studie „Instant Payments: eine neue Revolution im Zahlungsverkehr?“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: www.ibi.de/instant-payment-studie