Zum jährlichen ibi-Partnertag lud ibi research am 13.07.2012 seine Netzwerkpartner nach Regensburg ein. Den Rahmen der Veranstaltung bildete ein fachlicher Teil mit einem Überblick über Innovationen und vertiefenden Workshops zu den Themen „IT-gestützter Beratungsprozess bei Banken“, „SEPA - Enddate 2014“ und „Aktuelle Entwicklungen im Process Management“. Kulturell wurde der Tag durch den Besuch der Premiere der Thurn und Taxis Schlossfestspiele abgerundet.

Ziel war es, die Netzwerkpartner aus Banken, Beratungsunternehmen, IT-Dienstleistern und Softwarehäusern über die aktuelle Forschungsagenda von ibi research zu informieren, Zwischenergebnisse zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Gert Penzel: „Es hat selten so viele interessante Innovationen gegeben wie gegenwärtig. Mobile Payments, ein durchgängig systemgestützter Beratungsprozess oder die Vergabe zunehmend komplexer Kredite durch Direktbanken sind drei Beispiele. Umso wichtiger ist es, die Prioritäten richtig zu setzen. Das gilt für jeden Finanzdienstleister und es gilt auch für das ibi als Forschungsinstitut.“

Der erste Workshop beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „IT-gestützter Beratungsprozess für das Privatkundengeschäft in Banken“. Dabei wurden Ergebnisse aus dem Konsortialprojekt vorgestellt, das ibi research zusammen mit 11 Banken und IT-Dienstleistern durchführt. Der Fokus des Projekts liegt auf der ganzheitlichen Sicht aller relevanten Stakeholder: Kunde, Berater, Bankaktionär und Aufsicht. Die Anforderungen dieser Beteiligten fließen in einen Referenzprozess ein, der verschiedene Szenarien wie Beratung in der Filiale oder über das Internet unterstützt. Der Prozess kann darüber hinaus der jeweiligen Strategie eines Instituts entsprechend angepasst und eingesetzt werden. Ausgewählte Analysen und Befragungsergebnisse aus dem Projekt wurden mit den Teilnehmern diskutiert. So stellt z. B. die Ausgestaltung von Vergütungs- und Anreizsystemen einen weitreichenden Konflikt dar, den es zu lösen gilt. Auf Systemebene ergibt sich in der prototypischen Umsetzung mit Fokus auf Tablet-PCs weiterer Forschungsbedarf.

Im zweiten Workshop diskutierten Vertreter von Banken, Verbänden, Finanzdienstleistern, Beratungsunternehmen und IT-Dienstleistern über die Single Euro Payments Area (SEPA) und über das Enddatum 1. Februar 2014 für das deutsche Überweisungs- und die deutschen Lastschriftverfahren. Nach angeregtem Austausch gibt Senior Consultant Dr. Georg Wittmann folgendes Resümee: „Die Banken und vor allem auch die Unternehmen stehen vor einer Großbaustelle, ähnlich wie beim Flughafen Berlin Brandenburg. Es gibt vieles zu meistern, aber SEPA wird kommen und den europäischen Wirtschaftsraum langfristig stärken. Die ersten Schritte werden jedoch nicht ganz einfach sein, gerade weil einige Punkte für die Umsetzung noch offen sind bzw. viele Unternehmen noch gar nicht das SEPA-Projekt begonnen bzw. verstanden haben.“

Der dritte Workshop befasste sich mit aktuellen Entwicklungen im Process Management. Nach einer Vorstellung der Hot Topics dieses Themenbereichs aus der Wissenschaft diskutierten die Teilnehmer im Anschluss sehr intensiv über die aktuellen Probleme, Entwicklungen und Treiber des Prozessmanagements in ihren Unternehmen. Als derzeitige Herausforderungen für die Bankenbranche identifizierten die Teilnehmer einerseits die zunehmende Konsolidierung durch Fusionen und andererseits die gestiegenen regulatorischen Anforderungen. Damit begründeten die Teilnehmer sowohl das Architekturmanagement als auch die Verbesserung der Prozesseffizienz als wichtige zukünftige Fokusthemen im Bankenumfeld. Im Anschluss wurden etablierte Best-Practice-Vorgehen zu den Themen Process Performance Management und prozessbasiertes Beschwerdemanagement im Rahmen zweier Fallstudien vorgestellt.

Einen gelungenen, wenn auch verregneten Abschluss des Tages stellte der anschließende Besuch der Thurn und Taxis Schlossfestspiele mit der Premiere "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart dar.

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