Die Verbreitung mobiler Endgeräte nimmt stetig zu. Das Surfen auf herkömmlichen Webseiten ist jedoch gerade auf Geräten mit einem sehr kleinen Bildschirm mühsam, so dass das Angebot einer mobil optimierten Website erforderlich wird. Auch Banken und Sparkassen müssen sich dem Trend der neuen Endgeräte stellen. Um den Status quo in der Unterstützung des Kunden bei der Website-Nutzung über das Smartphone aufzuzeigen, wird im ibi Website Rating 2014 neben der Ausgestaltung der regulären Website auch die vertriebliche Nutzung der mobilen Banken-Website evaluiert. Die Ergebnisse zeigen Handlungsbedarfe sowohl in der Verfügbarkeit mobil optimierter Seiten als auch in deren Ausgestaltung auf.

Zunächst werden die 50 besten Banken und Sparkassen des ibi Website Ratings 2014 im Hinblick auf das Angebot von mobilen Websites begutachtet. Davon bieten nur 35 Institute eine mobile Website an. 15 Institute stellen auch über mobile Endgeräte lediglich den Zugang zur regulären Website zur Verfügung. Sie nehmen die Gefahr in Kauf, dass die Website aufgrund der erschwerten Bedienung über das Smartphone wieder verlassen wird. Von den übrigen 35 Instituten bieten zehn Banken und Sparkassen lediglich einen Zugang zu Services, wie z. B. dem Online-Banking, an. 25 mobile Websites werden vertrieblich genutzt, indem auch Produktangebote dargestellt werden.

Im Fokus der Bewertung steht die Beratungsqualität im Hinblick auf die Produkte Girokonto und Konsumentenkredit. Einfache Produkte wie das Girokonto bieten sich für eine Platzierung auf der mobilen Website an, zumal sie häufig ein Einstiegsprodukt für eine neue Bankbeziehung sind. Merkmale und Konditionen sind dabei übersichtlich darzustellen und Abschlussmöglichkeiten aufzuzeigen. Darüber hinaus hat der Konsumentenkredit in mobilen Szenarien einen hohen Stellenwert, wenn Konsumwünsche erfüllt werden sollen und der Kunde beim Besuch des stationären Handels prüfen möchte, zu welchen Raten bzw. Konditionen ihn die Bank dabei unterstützen kann. Dazu müssen eine Berechnung der Kreditrate ermöglicht und wiederum Wege zum Produkt aufgezeigt werden.

Das Ergebnis der Bewertung zeigt, dass sich gute Ausgestaltungen einer mobilen Website nicht an der Institutsgruppe festmachen lassen. An erster Stelle platziert sich die Sparkasse Hannover, die sich durch eine umfangreiche Unterstützung des Kunden in den betrachteten Produktkategorien auszeichnet. Der Einsatz von Tools ist gut gelungen und auch die Bereitstellung der notwendigen Informationen bis hin zur mobilen Abschlussmöglichkeit eines Girokontos tragen zu dieser Platzierung bei. An zweiter Stelle findet sich mit der Volksbank Karlsruhe eine Genossenschaftsbank in der Rangliste wieder. Den dritten Platz belegt die Deutsche Postbank. Beide mobile Websites überzeugen in den evaluierten Produktkategorien durch eine umfassenden Unterstützung des Kunden und die Bereitstellung relevanter Informationen.

Die Gewinner des Schwerpunktthemas „Mobile Website“:

Abbildung Top5